Atelier Maria Fuchs-Hesse
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Kalligrafiekunde

 

Die Schriften



Eine gediegene Urkunde im Stile unserer Zeit verlangt nicht nach reicher Ausschmückung, sondern soll durch gute Blattproportionen auf hochwertigem Papier, Ausdruck und Inhalt bestechen. Die Schrift sollte immer das beherrschende, gestalterische Element sein.


Die Wahl der Grundschrift (das ist jene, in welcher der überwiegende Urkundentext abgefasst wurde) ist maßgebend für das Erscheinungsbild der Urkunde verantwortlich. Hier ist auch die S-Schreibung des sogenannten langen und runden "s" zu beachten.
Wenngleich auch Geschmäcker verschieden sind, kann man die gebräuchlichsten Schriftarten wie folgt charakterisieren:

Antiqua: Ist eine klare, zeitlose und gut lesbare Schrift, die man für alle Zwecke verwenden kann. Sie ist bei Urkunden fachlichen Charakters, wie bei Zeugnissen, Wettbewerben etc. sehr beliebt.


Fraktur: Diese ist nicht zufällig eine der meistverwendeten Urkundenschriften. Mit ihren schwungvollen, gut lesbaren Formen, bietet sie sich für alle festlichen und freudigen Schriftstücke, wie Ehrungen, Stiftungen, Verleihungen etc. an.


Humanistische Kursive: Mit ihren lebendig wirkenden Ober- und Unterlängen eignet sie sich für alle nicht unbedingt feierlich-ernsten Schriftstücke, wie Anerkennungen, Partnerschaften, Bewerbe etc.


Kapitalis: Ihre monumentale Wirkung ist für feierliche, ernste Schriften, wie öffentliche Ehrungen, Diplome etc. besonders geeignet. Aufgrund ihrer ermüdend wirkenden Lesbarkeit wird sie meist nur für kurze Texte eingesetzt.


Textur (Gotisch): Ihre strenge, erhabene Wirkung eignet sich besonders für würdige Anlässe wie Ernennungen etc., strengt jedoch beim Lesen längerer Texte an.



Unziale: Diese feierliche Großbuchstabenschrift findet zwar vorwiegend im kirchlichen Bereich Verwendung, lässt sich jedoch genauso für weltliche Texte verwenden.





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